Nachdem vor einem Jahr die Website der FTA erneuert wurde, wurde jetzt der Onlinekatalog überarbeitet. Was war der Auslöser für die „Renovierung“?
Steinbauer: Unser alter Katalog stammt noch aus dem Jahr 1998 und mit dem waren wir lange Zeit führend. Heute hat man mittlerweile ganz andere technische Möglichkeiten und diese wollten wir nutzen, um unseren Kunden einen noch besseren Service bieten zu können.
Welchen Vorteil hat der Kunde davon?
Steinbauer: Die wichtigste Neuerung ist der personifizierte Account, mit dem u.a. individuelle Merklisten für Projekte angelegt werden können. Alle ausgewählten Gegenstände und Listen können lokal gespeichert, exportiert und verschickt werden. Dies soll unsere Kunden bei der Suche von Gegenständen aber auch bei der Visualisierung ihrer Ideen besser unterstützen. Darüber hinaus können sie erstmals auch Bestellungen für sich oder ihre Auftraggeber direkt an die FTA verschicken und in ihrer Inbox die dazugehörigen Antworten der FTA wie zum Beispiel Angebote und Rechnungen verwalten.
Welche Funktionalitäten sind neu und welche Erleichterungen bringen sie für den Kunden?
Steinbauer: Wir haben viel Wert auf eine effektive Unterstützung unserer Kunden bei ihrer Suche gelegt. Es stehen jetzt drei Suchebenen zur Verfügung und man kann die Suche nach Themen, Epochen, Stilen oder der Artikelanzahl eingrenzen. Bei Kostümen kann jetzt auch nach Farben gesucht werden. Da heute Projekte oftmals verstreut über ganz Deutschland stattfinden, kann man nunmehr auch über alle Niederlassungen hinweg suchen.
Wankum: Besonderen Wert haben wir auf die Ergebnisdarstellung gelegt, da wir in Vorgesprächen mit unseren Kunden gemerkt haben, wie wichtig das denen war. Man kann sich jetzt bis zu 80 Artikel gleichzeitig in drei verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten anzeigen lassen. In den Ergebnissen werden soweit vorhanden auch dazu passende Artikel aufgeführt, so findet man beispielsweise zum Tisch sofort die jeweiligen Stühle. Durch all das werden die Ergebnisse für unsere Kunden schneller zugänglich und die Selektion wird dadurch deutlich einfacher.
Wie viele Artikel sind online zu finden?
Wankum: Erstmals steht unser Komplettbestand von knapp 300.000 Artikel zur Verfügung, ca. 70.000 davon sind bebildert.
Was war die größte Herausforderung bei der Gestaltung des neuen Fundus Online?
Steinbauer: Bei der Darstellung der Suchergebnisse mussten wir umdenken, hier hatten wir am Anfang nur eine relativ einfache Liste von Bildern im Kopf. In den Gesprächen mit Kunden haben wir aber schnell gemerkt, dass mit dem Suchergebnis oftmals erst die eigentliche Suche anfängt. Das bringt daher ganz andere Anforderung an die Ergebnisdarstellung mit sich.
Gibt es auch Vorteile für die FTA?
Wankum: Da die Listen aus dem Fundus Online direkt ins FTA-interne Warenwirtschaftsprogramm übernommen werden können, ist es gegenüber Fax und Email deutlich einfacher, die Anfragen der Kunden zu bearbeiten.
Wie fiel das Feedback bisher aus?
Steinbauer: Das Feedback ist enorm positiv, von unseren Kunden wie auch von Kollegen. Wir hatten ja einige Kunden mit ihren Vorstellungen im Vorfeld der Konzeption eingebunden und ohne diese wäre das Programm nicht so geworden, wie es heute aussieht. Das war sehr wertvoll und dafür sind wir sehr dankbar.
Gibt es schon Pläne für weitere Verbesserungen?
Wankum: In einer nächsten Stufe ist ein Preisberechnungsmodul angedacht, unser CRM-System wird angebunden und wir denken neben der Tag Cloud auf der Homepage über weitere Social-Media-Elemente nach. Außerdem legen wir zum Beispiel in München gerade die notwendige Infrastruktur, um Bestellungen demnächst auch direkt im Haus online per Tablet-PC erfassen zu können.
Welche Vision verfolgen Sie mit dem Fundus Online?
Steinbauer: Unsere Vision – und Hoffnung – ist, dass der Fundus Online zum unentbehrlichen und mobilen Begleiter für unsere Kunden wird. Er soll ihren Besuch bei uns zu Hause vorbereiten, danach die Arbeit hier im Fundus beschleunigen, am Set bei Team-Besprechungen ein schneller Ratgeber für Alternativen sein und er soll ihnen immer aktuelle Informationen über den Stand ihres Projektes liefern können. Ein selbstverständliches Werkzeug wie heute Email.